| Was hat eine Temperatur mit Licht zu tun? Auf der Suche nach einer eindeutigen Möglichkeit zur Beschreibung einer Lichtquelle hat man im Rahmen vieler Versuchsreihen eine Möglichkeit gefunden, die bis heute verwendet wird. Zur Bestimmung der „Licht- oder Farbtemperatur” erhitzt man einen hohlen Würfel aus Wolfram. Der Würfel besitzt an einer Seite ein Loch und emittiert ab einer bestimmten Temperatur Licht aus dem Loch. Über den Emissionspunkt ist eine eindeutige Festlegung der „Farbtemperatur” möglich. Die Angabe erfolgt in Kelvin (0 ° C ≈ 273 K). Um nicht zu viele unterschiedliche Bezeichnungen für Lichtarten zu bekommen, hat man sich auf ein paar wenige beschränkt. Zur Beurteilung von Druckerzeugnissen sind davon wiederum nur zwei von Bedeutung. Dabei handelt es sich um die Standardbeleuchtung „D” wobei „D” für „Daylight”, also Tageslicht steht. Zur genaueren Spezifizierung wird eine zweistellige Zahl angehängt, welche die jeweilige Farbtemperatur in Kelvin angibt. Es gibt die Standardbeleuchtungsarten
D50 und D65. D50 steht für 5000 Kelvin und D65 für 6500 Kelvin. Sie werden auch als Normlichtarten bezeichnet.6500 Kelvin entspricht etwa normalem Tageslicht. Daher wird dieser Wert vorzugsweise zur Abstimmung von Drucken und Vorlagen verwendet wird. |
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Bis vor einiger Zeit wurde
D50 (ISO 3664) zur Abstimmung von Drucken und Aufsichtsvorlagen verwendet. Aktuell findet jedoch ausschließlich die Lichtart
D65 Anwendung (DIN 6175). Betrachtet man die Spektren, die Beispiele sind Screenshots
der Software „IOne Share” von Gretag Macbeth, wird deutlich, dass die beiden Lichtarten zwar ähnlich, aber eben nicht identisch sind.
D50 ist etwas gelblicher und eher als Kompromiss zur Normlichtart A zu sehen, die eine Farbtemperatur von
2856 Kelvin hat. Die Standardbeleuchtung A, die beispielsweise im Rahmen der Fotografie verwendet wird, entspricht ungefähr der Beleuchtung einer Glühlampe, die bekanntlich ein sehr gelbliches Licht abstrahlt.

Spektrum der Normlichtart A
Spektrum der Normlichtart D65
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